meine Arbeit


Hintergrund meiner Arbeit mit dem Pferd

Der spirituelle Partner Pferd

Bevor wir uns nun langsam dem RaltionShip und dem Reiten bzw. der Dressurausbildung widmen, müssen wir uns erst einmal mit der mentalen Seite des "Lebens" und dem Pferd als spirituellen Begleiter befassen. Denn auf meinem Weg mit den Pferden bis heute, kam ich auch mit dem Thema Pferd und Spiritualität in Berührung. Arbeiten wir mit einem Pferd, so spüren wir eine starke Präsenz vom Pferd aus. Pferde schaffen es nicht nur, dass wir uns glücklicher fühlen, sondern helfen uns auch bei psychischen Problemen, wie Traumata, Stress und Verhaltensstörungen aller Art. Pferde faszinieren die Menschen seit Anbeginn der Geschichte und das hat einen Grund. Ein Pferd umgibt etwas magisches, etwas mystisches, was auch der Grund für Ihren Einsatz zu therapeutischen Zwecken ist. Pferde blicken unvoreingenommen in unsere Seele, sie spüren intuitiv, was mit uns los ist und ob ein Problem vorliegt, lange bevor wir es überhaupt wissen. Es scheint als können Pferde tief in unsere Seele blicken, ein Pferd lässt sich nicht von einer aufgesetzten Maskerade täuschen, es sieht uns immer so wie wir sind. Sind wir selbst mit uns nicht im Einklang, werden wir im Umgang mit dem Pferd immer Probleme haben. Pferde spüren diesen enormen Widerspruch in uns und verweigern daher oft die Mitarbeit mit dem Menschen. Pferde sind folglich nicht einfach widersetzlich um uns zu ärgern, sondern sie fordern uns auf, an uns selbst zu arbeiten um wieder in Einklang zu kommen.

 

Um Pferde also besser zu verstehen, müssen wir wissen, wie ein Pferd denkt, fühlt und lebt. Ein Pferd wertet nicht, es urteilt nicht, ein Pferd handelt direkt und spiegelt uns wieder. Bei Problemen mit dem Pferd, ist es daher immer auch wichtig uns selbst mit einzubeziehen und uns selbst fühlen zu lernen. Nur wenn wir "frei" und unverfälscht sind, können wir eine tiefe Bindung mit dem Pferd eingehen.  

Das RelationShip

Zwischen Pferd und Reiter, entsteht aber nur dann eine echte Partnerschaft und eine enge Bindung, wenn Beide die gleiche Sprache sprechen und Seelisch und Psychisch dazu bereit sind. Hier komme ich und meine Arbeit (Das RelationShip) ins Spiel. Diese Methode hilft, die Kommunikation zwischen Pferd und Reiter zu verbessern und so die Bindung beider Partner zu stärken. Bei Pferden ist es nicht notwendig mit Unterdrückung und Dominanz zu arbeiten, es ist möglich eine Partnerschaft mit dem Pferd einzugehen und seine Arbeit auf Vertrauen statt auf Unterdrückung aufzubauen. ABER Vorsicht! Diese Arbeit, hat nichts mit Pferdeflüsterei zu tun, den ich flüstere den Pferden nicht's ins Ohr, ich höre ihnen einfach nur zu! Es geht hier einzig und allein um das Erlernen einer neuen Sprache. Die Sprache der "Pferde"! Um dann mit ihnen in ihrer Sprache zu sprechen und mit ihnen gemeinsam zu arbeiten. Ich stelle mich nicht über das Pferd um ihm meine Meinung aufzuzwingen, sondern lerne von ihnen um dann, auf Augenhöhe mit den Pferden zu arbeiten. Bei meiner Arbeit mit dem Pferd, ist kein Dominieren oder Unterdrücken des Pferdes notwendig. Die gesamte Arbeit mit dem Pferden, beruht einzig auf Vertrauen und Freundschaft. Diese Arbeit, das Sprechen mit dem Pferd ist nur der Grundstein der weiteren Arbeit. Die weitere Arbeit, auf der das Relationship aufbaut, kann die Freiarbeit (Liberty Work), die Dressurarbeit aus dem Sattel oder der Handarbeit sein. Durch das Relationship, haben wir den wichtigsten Baustein bereits erarbeitet: Das Vertrauen!

Die Dressurausbildung

Nach diesem Teil der Arbeit, dem Sprechen mit dem Pferd, folgt die weitere Arbeit vom Rücken der Pferde aus: In der Dressurarbeit! Vieles was am Boden funktioniert, kann auch einfach mit ins tägliche Dressurtraining übernommen werden. Die Dressur ist keine genaue Abfolge von Übungen oder Handlungen, die man einfach aus einem Buch lernen und dann umsetzen kann. In der Arbeit mit diesen Tieren, muss man immer situations- und charakterorientiert handeln. Wir müssen uns immer wieder Klar machen, dass die Dressur, kein einfaches Erlernen von Kunststücken ist, sondern die ausgeführten Lektionen, eine physikalische Reaktion, auf korrekte Gymnastizierung der Pferde ist und somit ein rein Physikalischer Prozess, bei dem auch die Psyche der Tiere eine große große Rolle spielt. Genau diese Gymnastizierung, möchte ich mit meinen Pferden während einer Trainingseinheit und der gesamten Ausbildung immer wieder auf´s neue erarbeiten. Gymnastizieren wir die Pferde korrekt und haben eine starke Bindung zu unserem Partner Pferd, dann lassen sich irgendwann auch Lektionen aus der hohen Schule, frei von Tricks und Kunststücken, komplett aus dem Sattel, spielerisch und einfach über die Gymnastizierung erarbeiten. Hilfsmittel, wie Bodenarbeit oder der übermäßige Einsatz von Gerte und Peitsche, sind bei einer korrekten Ausbildung, nicht erforderlich! Die Harmonie und das Gymnastizieren der Pferde, sollten bei der Ausbildung mit dem Pferd IMMER im Vordergrund stehen. Dressurreiten braucht keine erlernten Zirkus-Tricks um elegant, kunstvoll und schön zu sein. 

Die Lehrmeister

Bei jedem Trainer, Ausbilder oder Reiter stellt sich die Frage, wo hat dieser all sein Wissen her, welche Trainer und Ausbilder haben diesen Inspiriert, wie kam er zu seiner Aufgabe? Wie kam dieser Mensch überhaupt zu seiner Arbeit mit den Pferden? Bei mir ist das gar nicht so einfach gesagt. Ich konnte noch gar nicht richtig laufen, da haben mich Pferde förmlich angezogen. Warum? Und Wieso? Das kann ich tatsächlich nicht wirklich sagen. Reiterlich waren es sicherlich meine Kadertrainerin und mein späterer Trainer in der Dressur, denen ich meine größten Erfolge zu verdanken habe. Allerdings gab es da noch so viel mehr Menschen, welche mich immer wieder inspiriert haben und immer noch inspirieren. In erster Linie aber, waren es die Pferde selbst, von denen ich lernte. Keiner hat mir mehr gezeigt, was wirklich wichtig ist, niemand hat mir mehr klar gemacht, immer an sich selbst zu arbeiten und sich täglich auch in Frage zu stellen, keiner lehrte mich mehr, diese Tiere achten und zu respektieren, als sie selbst. Es war die Faszination für diese Tiere, welche mich dann letztendlich zum RelatonShip und dem Liberty Work geführt haben. Denn nichts ist schöner, faszinierender und einzigartiger als die Freiarbeit mit dem Pferd. Wenn das Pferd eins wird mit seinem Menschen und beide miteinander tanzen zu scheinen. 


Das RelationShip

Die wichtigsten und bedeutendsten Lehrmeister auf meinem Weg, egal ob Dressursport oder die Arbeit am Boden, waren also in erster Linie immer die PFERDE SELBST. Sie sind und waren bis heute, meine wichtigsten Lehrmeister und sie werden es auch noch in der Zukunft sein. Denn SIE sind es, um die es ja schließlich geht?!? SIE sind es, mit denen wir arbeiten wollen, also sollten wir auch in erster Linie von IHNEN lernen und nicht allein von anderen Menschen. Ein Mensch, wird immer denken, wie ein Mensch und niemals wie ein Pferd! Erst wenn wir anfangen, uns in das Pferd hinein zu fühlen, werden wir es auch verstehen können, wir müssen uns also von der Vorstellung lösen, über dem Pferd stehen zu müssen.,

 

"Fangen wir endlich an, dem Pferd zu zu hören, anstatt ihm etwas zu sagen, werden wir wunderbares erfahren".

 

Und das, ist der erste BAUSTEIN meiner Dressurausbildung und dem RelationShip..."Mit dem Pferd" und nicht gegen oder über dem Pferd stehen! Wir lernen und sprechen durch das RelationShip die Sprache "Pferd" und nicht "Mensch" und begeben uns damit auf Augenhöhe zu unserem Partner Pferd. Meine Arbeit unterscheidet sich somit deutlich, von anderen Methoden wie (Horsemanchip, Joing Up und Co...), da es NICHT möglich ist, einfach ein Buch darüber zu schrieben und eine Art Anleitung zu erhalten, oder es ganz einfach mal schnell in einem Workshop oder Kurs zu lehren, geschweige denn es einfach mal so nebenbei zu lernen! Denn all das, beruht auf dem Gefühl und dem Gespür für diese Tiere, Ihre Sprache und Ihren sozialen Strukturen! Wer dies nicht versteht, wird es auch niemals verstehen, mit ihnen in ihrer Sprache zu sprechen und kann das Relationship auch niemals wirklich erlernen. Diese Tatsache, sollte jedem bewusst sein, der mein Buch kauft. In diesem Buch, werde ich euch nur, ein Gefühl bzw. eine Idee, für diese Methode und ein erstes Werkzeug, für die Arbeit mit dem Pferd, geben können. Der Rest liegt dann an euch und dem Pferd und dem, was ihr daraus macht. 

In jeder üblichen Ausbildung, bestimmt der Mensch, den Ablauf der Ausbildung, im RelationShip nicht. Hier bestimmt vorrangig das PFERD den Ablauf der Arbeit. Im späteren Verlauf, gestalten wir dann GEMEINSAM mit dem Pferd, den weiteren Weg...Ich als Mensch, stehe somit nicht über dem Herdentier Pferd und sage ihm: "Habe gefälligst Respekt vor mir!" Oder "Mach das, was ich dir sage". Nein, ich frage das Pferd und beweise mich als Leittier, um dem Pferd die Entscheidung zu überlassen, ob es mir folgen möchte oder nicht. Für die Gesamte Arbeit im Relationship, benötige ich noch ein weiteres sehr wichtiges WERKZEUG! DIE SPRACHE der PFERDE. Diese gilt es zu erst zu lernen, noch bevor wir mit dem ersten Baustein (Dem Zuhören) beginnen. Dann und nur dann, sprechen wir die gleiche Sprache und sind Individuen auf Augenhöhe! Wo keiner über dem Anderen steht! Was am Ende dieser Arbeit heraus kommt, ist einzigartig, absolut fesselnd und magisch. Eine unglaublich starke Beziehung, welche unmögliches, möglich macht. So wird in kürzester Zeit, aus dem schlimmsten Verbrecher, ein tolles und liebes Reitpferd. Warum? Weil wir Partner sind und Partner einander Vertrauen. Und wenn Beide einander vertrauen, kann man ein Pferd zum Beispiel einfach Einreiten ohne jegliche Probleme mit dem Pferd zu haben und das, auch noch binnen kürzester Zeit, OHNE dem Pferd je Druck gemacht zu haben und das, völlig frei von Stress und Angst. Wenn eine Partnerschaft vorliegt, haben beide Spaß an der Arbeit und keinen Grund gegeneinander zu arbeiten. Das Pferd macht mit, da es uns vertraut. ABER: "Wehe dem, der das Vertrauen des Pferdes missbraucht". Ist das Vertrauen einmal weg, ist es schwer dieses Vertrauen wieder aufzubauen.

 

"Hören wir auf, wie ein Mensch zu denken und fangen lieber an "Pferdisch" zu sprechen"!

 

Ein Pferd friert nicht, nur weil wir frieren, Ein Pferd will nicht draußen sein, nur weil wir draußen sein wollen. 

So, konnte ich von all den unzähligen, einzigartigen Charakteren, mit denen ich bis zum heutigen Tage gearbeitet habe, so unglaublich viel lernen, mehr noch als ich je von den besten Ausbildern selbst hätte lernen können. Denn am Ende, wird es immer ein Pferd geben (oder mehr) bei dem das Schema (F), nicht funktionieren wird. Am Ende, habe ich von all den Pferden und Ausbildern im laufe der Jahre, keine TECHNIK erlernt, wie ich mit jedem Pferd umgehen muss, Nein, denn das ist nicht möglich! Ich habe ein erstes "WERKZEUG" und die "GRUNDBAUSTEINE" erlernt, um mit dem Pferd, eine unglaubliche Partnerschaft einzugehen, bei der einfach alles möglich ist. Dieses Prinzip mit dem Pferd zu arbeiten habe ich 

 

"Relationship"

 

getauft! Ich habe in all der Zeit gelernt, den Pferden selbst zuzuhören um mich auf jedes Pferd, individuell einstellen zu können, sowie aus den Grundbausteinen einen einfachen Plan zu entwerfen, der für jedes Pferd anders ist. Denn nur so, kann ich immer individuell auf jeden Pferdecharakter eingehen. Mehr Informationen über das Relationship erfahrt Ihr hier.

Liberty Work

Nach meinen Erfahrungen im Relationship befasse ich mich nun intensiv mit dem "Liberty Work" der Freiarbeit mit dem Pferd. Dabei geht es mir allerdings weniger darum, perfekte "Übungen" mit dem Pferd zu zeigen, sondern um das erreichen einer echten Partnerschaft zu meinem Pferd, mit ihm "frei" zu sprechen, eine Einheit mit dem Pferd zu werden und gemeinsam Spaß zu haben und zu tanzen. alles soll frei und zwanglos passieren, außerdem möchte ich das auch mein Pferd Spaß dabei hat und sich nicht auf eine perfekten Ablauf konzentrieren muss, alles soll intuitiv und locker ablaufen. Was meine ich damit? nehme wir den Spanischen Schritt. Ich bin kein Freund davon, dass mein Pferd es den Spanischen Schritt, Schritt für Schritt in absoluter Perfektion zeigt. Sie soll es so machen, wie es ihr Spaß macht. Egal wie hoch oder schnell und auch ist es für mich nicht schlimm, wenn sie mal ein Bein aus lässt. Verlangen wir Perfektion, wird die Ganze Arbeit zum zwang und führt am ende zu einer gewissen Unterdrückung. Was ich mir wünsche, ist das mein Pferd auch mal ausbricht, wenn sie übermütig ist und dann aber auf Kommando wieder kommt. So kann ich mit ihr Arbeiten und ihr aber dennoch ihren eigenen willen und ihre eigenen Emotionen lassen. Denn "Frei" heißt für mich auch wirklich frei. Lösen wir uns also von dem Gedanken der Perfektion und des Zwanges und genießen einfach den Moment der gemeinsamen Magie.